Drohnen, Roboter und 3D-Druck - Die DigitalWerkstatt bringt sie in die Nordstadt

Das jun­ge Pro­jekt der Grün­Bau gGmbH ver­steht sich als außer­schu­li­scher Lern- und Erleb­nis­ort, der für alle Alters­grup­pen offen ist.

In dem knap­pen Jahr ihres Bestehens wur­de sie bereits von mehr als 1800 Teil­neh­men­den im Alter von 5 bis 65 Jah­ren besucht. Kin­der aus den umlie­gen­den Kin­der­gär­ten und Schu­len sind hier häu­fi­ge Besu­cher. Beim Spie­len mit dem Blue-Bot, einem klei­nen Lern­ro­bo­ter, ler­nen die Kin­der die Grund­la­gen des Pro­gram­mie­rens. Teen­ager genie­ßen die abend­li­chen Gaming-Ses­si­ons, bei denen sie Play­Sta­ti­on spie­len oder sogar Vir­tu­al-Rea­li­ty-Spie­le aus­pro­bie­ren kön­nen. Aber auch die Erwach­se­nen wer­den nicht ver­ges­sen. Die Digi­tal­Werk­statt bie­tet EDV-Kur­se für Erwach­se­ne an, in denen sie die EDV Grund­la­gen erler­nen oder ihre Kennt­nis­se ver­tie­fen kön­nen und so attrak­ti­ver für den Arbeits­markt wer­den. Auch Lehrer*innen und päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te las­sen sich hier inspi­rie­ren. Vie­le zei­gen sich über­rascht, dass ihre Schüler*innen so etwas wie das Pro­gram­mie­ren klei­ner Robo­ter können.

Das Pro­jekt sieht sein Ziel dar­in, die Nord­stadt vor­an zu brin­gen und allen Einwohner*innen Zugang zu digi­ta­len Ange­bo­ten zu ver­schaf­fen. Sarah Dopich­ei, Mit­ar­bei­te­rin des Pro­jekts, berich­tet von ihren Lieb­lings­mo­me­ten in der Arbeit:  “Am bes­ten gefällt mir, wenn die Kin­der sich etwas trau­en, von dem sie dach­ten, sie könn­ten es nicht.“ Sie und ihre Kol­le­gen hof­fen, dass das Pro­jekt auch in Zukunft ein ein­la­den­der und siche­rer Ort für Jung und Alt im Quar­tier sein wird.

Sicherer Umgang mit Maschinen für alle

In der letz­ten Sep­tem­ber­wo­che fand bei Grün­Bau ein ein­zig­ar­ti­ger Erd­bau­ma­schi­nen-Lern­kurs statt. Ein Mix aus theo­re­ti­schem Wis­sen und Pra­xis­er­fah­rung soll­te die Teilnehmer*innen auf die Arbeit mit den Bau­ma­schi­nen vor­be­rei­ten. Obwohl der Kurs auf dem Gelän­de der Grün­Bau-Gärt­ne­rei Grün­Frau in Dort­mund Hör­de statt­fand, waren auch ein Teil­neh­mer aus dem JAWOLL-Pro­jekt und zwei gehör­lo­se Teil­neh­mer von Grün­Bau inklu­siv dabei.

Im Lau­fe der Woche lern­ten die Teil­neh­men­den viel über den Auf­bau von Erd­bau­ma­schi­nen und den recht­li­chen Rah­men ihrer Nut­zung. Ein prak­ti­scher Teil auf dem Übungs­ge­län­de run­de­te die Theo­rie ab. Dabei wur­den Abfahrts­kon­trol­le, Arbei­ten mit Bag­ger und Rad­la­der und Abstel­len von Maschi­nen geübt. Mar­co Scheer, der Lehr­gangs­lei­ter, kon­zen­trier­te sich beson­ders auf den Unter­richt über die Sicher­heits­ein­rich­tun­gen. „Bei der Arbeit mit Maschi­nen, die drei Ton­nen wie­gen, ist es wich­tig zu ver­ste­hen, wie man Unfäl­le ver­mei­det, denn sie kön­nen nicht nur die Gesund­heit und das Leben des Fah­rers bedro­hen, son­dern auch die Men­schen in sei­ner Umge­bung“, beton­te er.

Ein Grund für die Ein­zig­ar­tig­keit des Kur­ses war sei­ne Teil­neh­men­den aus ver­schie­de­nen Grün­Bau-Pro­jek­ten. Zusam­men mit den Teilnehmer*innen hör­ten drei Gebär­den­sprach­dol­met­sche­rin­nen dem Kurs zu. Sie ver­mit­tel­ten den gehör­lo­sen Teil­neh­mern von Grün­Bau inklu­siv die Inhal­te des Kur­ses. Grün­Bau inklu­siv ist ein Inte­gra­ti­ons­un­ter­neh­men im Gar­ten- und Land­schafts­bau. Sein Haupt­ziel ist die beruf­li­che und sozia­le Inte­gra­ti­on von Men­schen mit Behinderungen.

Am Ende des Kur­ses und nach bestan­de­ner Prü­fung erhiel­ten die Teil­neh­men­den ein Zer­ti­fi­kat und einen Füh­rer­schein. Die­se Doku­men­te ermög­li­chen es ihnen, in jedem (Bau)Unternehmen mit sol­chen Maschi­nen zu arbei­ten und bie­ten somit eine wich­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­on für die Zukunft.

Voller Erfolg beim World Clean Up Day

Wäre es nicht schön, in einer sau­be­ren Stadt zu wohnen?

Der World Cleanup Day fin­det jedes Jahr am drit­ten Sams­tag im Sep­tem­ber statt. Sein Ziel ist es, die jün­ge­re Genera­ti­on und die gesam­te Bevöl­ke­rung für das The­ma Abfall zu sen­si­bi­li­sie­ren. In Dort­mund wur­de der Tag in die­sem Jahr auf einen Frei­tag ver­legt, da es den Orga­ni­sa­to­ren wich­tig war, Schü­ler und Jugend­li­che in die Pro­ble­ma­tik der Ver­mül­lung der Stadt einzubeziehen.

Die nach­bar­schaft­li­che Initia­ti­ve „Sauber!Hafen“ hat die Müll­sam­mel­ak­ti­on in der Nord­stadt orga­ni­siert und geplant. Die EDG unter­stüt­ze das Gan­ze, indem sie den frei­wil­lig Hel­fen­den Hand­schu­he, Müll­sä­cke und Greif­zan­gen zur Ver­fü­gung stell­ten und anschlie­ßend die flei­ßig gesam­mel­ten Müll­sä­cke entsorgten.

Unter den Teil­neh­men­den die­ser Akti­on war unse­re Grup­pe vom Pro­jekt JOBWINNER DORTMUND am größ­ten ver­tre­ten. Für sie war es, was die Arbeit angeht, ein Tag wie vie­le ande­re Arbeits­ta­ge, denn Grün­flä­chen­rei­ni­gung ist einer der Star­ter­jobs im Projekt.

JOBWINNER DORTMUND ist ein Pro­jekt der Fir­ma Grün­Bau gGmbH und unter­stützt jun­ge Men­schen in pre­kä­ren Lebens­la­gen, die auf der Suche nach einem Mini­job sind. Die gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gung von jugend­li­chen Arbeits­su­chen­den fin­det in klei­nen Arbeits­grup­pen im Rah­men von ent­spre­chen­den Auf­ga­ben oder der Durch­füh­rung klei­ne­rer Auf­trä­ge statt. Die Akti­vi­tä­ten der jun­gen Men­schen sind in der Dort­mun­der Innen­stadt sicht­bar und spür­bar. Sie zei­gen ihre Fähig­kei­ten und wer­den im sozia­len Umfeld posi­tiv bewertet.

Unser Ziel war es, ein Zei­chen zu set­zen. Wir möch­ten, dass die Men­schen in unse­rer Stadt erken­nen, dass das Pro­blem der Umwelt­ver­schmut­zung lei­der nicht ver­schwun­den ist“, teilt Moni­ca Mohr, päd­ago­gi­sche Fach­kraft des Pro­jekts JOBWINNER DORTMUND. „In 2 Stun­den hat unse­re Grup­pe mehr als 20 Müll­sä­cke gesam­melt!“ Am Ende des Tages hat die Arbeit rich­tig Spaß gemacht und die Teil­neh­men­den waren stolz auf sich selbst. Die Stra­ßen unse­rer Stadt wur­den sau­be­rer und wir haben einen wei­te­ren Schritt zu einer gepfleg­ten und lebens­wer­te­ren Stadt gemacht. Wir freu­en uns schon auf den nächs­ten Clean Up Day im nächs­ten Jahr!