Kürzlich durften wir Staatssekretär Lorenz Bahr vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen im Heimathafen Nordstadt begrüßen. Im Mittelpunkt seines Besuchs stand unser Projekt „Die Melodie des Wir – Junge Perspektiven zwischen Bühne und Beteiligung“.
Zum Auftakt des Besuchs präsentierten die Teilnehmenden des Projekts ein kleines Konzert. Mit Musik, Gesang und Tanz gaben sie Einblicke in ihre Talente und zeigten eindrucksvoll, wie kreativ und engagiert die jungen Menschen im Heimathafen sind.
Im Anschluss folgte ein gemeinsames Gespräch in entspannter und vertrauensvoller Atmosphäre. Die Teilnehmenden berichteten von ihren Lebenswegen, ihren beruflichen Erfahrungen in ihren Herkunftsländern und welche Wünsche sie für nun für ihre Zukunft haben. Sie sprachen darüber, wie sie zur Musik gekommen sind, was sie motiviert und warum sie sich bei verschiedenen Projekten im Heimathafen Nordstadt engagieren.
Besonders wertvoll war dabei, dass Herr Bahr sich Zeit nahm, jeder Person aufmerksam zuzuhören und individuelle Nachfragen zu stellen. Gleichzeitig konnten auch die Teilnehmenden ihre Fragen direkt an den Staatssekretär richten. Auf die Frage eines Teilnehmenden: „Ich bin sehr neugierig – was genau machen Sie eigentlich in Ihrer Arbeit?“ berichtete Herr Bahr unter anderem von aktuellen Vorhaben seines Ministeriums und ging auf die Bedeutung von gesellschaftlicher Teilhabe ein und dass sie beispielsweise erst vor kurzem das Antidiskriminierungsgesetz beschlossen hätten.
Das Projekt „Die Melodie des Wir“ richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren, insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, die bislang nur eingeschränkt Zugang zu Beteiligungsangeboten hatten oder selbst Diskriminierung erfahren. Es verbindet Demokratiebildung, Antidiskriminierungsarbeit und kreative Kulturarbeit miteinander. In Workshops und Austauschtreffen setzen sich die Teilnehmenden mit gesellschaftlichen Themen auseinander, entwickeln eigene Perspektiven und gestalten gemeinsam kulturelle Veranstaltungen.
Musik dient dabei als verbindendes Element. Sie schafft Räume für Begegnung, Austausch und Selbstwirksamkeit und macht Demokratie nicht nur diskutierbar, sondern auch erlebbar.
Da das Konzert so gut bei Teilnehmenden und Mitarbeitenden angekommen ist, sind weitere kleine Konzerte am Mittag für dieses Jahr im Rahmen des Projekts geplant.
Wir danken Staatssekretär Lorenz Bahr herzlich für seinen Besuch, sein großes Interesse an den Perspektiven der jungen Menschen und den offenen Dialog. Unser besonderer Dank gilt den Teilnehmenden des Projekts, die mit ihrer Aufführung und ihren persönlichen Beiträgen diesen Besuch zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben.




