Sidy_Lassana

Petition: Für eine Zukunft für Sidy und Lassana Dramé in Dortmund

Wir for­dern:

Die Ver­län­ge­rung und lang­fris­ti­ge Siche­rung des Auf­ent­halts von Las­sa­na und Sidy Dra­mé und Mög­lich­keit einer selbst­stän­di­gen Exis­tenz­si­che­rung durch Arbeitserlaubnisse.

Ste­hen Sie mit uns an der Sei­te der Fami­lie Dramé!

Set­zen Sie sich gemein­sam mit uns dafür ein, dass Dort­mund eine Stadt bleibt, die Soli­da­ri­tät lebt, Ver­ant­wor­tung über­nimmt und geflüch­te­ten Men­schen Schutz und Teil­ha­be ermöglicht!

Gerech­tig­keit ist mehr als das, was vor Gericht geur­teilt wird. Sidy und Las­sa­na haben durch ihren Mut und ihre Beharr­lich­keit gezeigt, was es heißt, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, für Erin­ne­rung, Wahr­heit und das Zusam­men­le­ben in die­ser Stadt. Ihre Prä­senz, ihre Hal­tung und ihr Enga­ge­ment sind ein Gewinn für Dort­mund. Sie set­zen sich dafür ein, dass ein wich­ti­ger Teil der Geschich­te die­ser Stadt nicht ver­ges­sen wird.

Wir rufen Poli­tik, Ver­wal­tung und Stadt­ge­sell­schaft dazu auf, sich die­sem Anlie­gen anzu­schlie­ßen. Gerech­tig­keit für Mou­ha­med bedeu­tet auch: Sidy und Las­sa­na Dra­mé dür­fen bleiben!

Begrün­dung

Mou­ha­med Lami­ne Dra­mé, ein jun­ger Geflüch­te­ter aus dem Sene­gal, hat­te den Traum, sich in Dort­mund, der Stadt der Viel­falt und des BVB, eine Zukunft auf­zu­bau­en. Am 8. August 2022 wur­de die­ser Traum auf tra­gi­sche Wei­se zer­stört: Bei einem Poli­zei­ein­satz in der Dort­mun­der Nord­stadt ver­lor Mou­ha­med, der eigent­lich Hil­fe brauch­te, durch fünf Schüs­se aus einer Maschi­nen­pis­to­le gewalt­sam das Leben.

Mou­ha­meds Geschich­te lös­te in Dort­mund und weit dar­über hin­aus Ent­set­zen aus. Nach einem Jahr Ver­hand­lung sprach das Dort­mun­der Land­ge­richt im Dezem­ber 2024 alle ange­klag­ten Polizist:innen frei. Die Fami­lie Dra­mé und die Staats­an­walt­schaft haben Revi­si­on gegen das Urteil ein­ge­legt. Als Neben­klä­ger sind zwei Brü­der von Mou­ha­med, Sidy und Las­sa­na Dra­mé, stell­ver­tre­tend für die gesam­te Fami­lie, nach Dort­mund gekom­men. Sie haben dem Pro­zess über ein Jahr mit beein­dru­cken­der Stär­ke und Wür­de bei­gewohnt. Das Erle­ben des Gerichts­pro­zes­ses zum Tod ihres Bru­ders war emo­tio­nal höchst her­aus­for­dernd und ihre Ent­täu­schung über die aus­ge­blie­be­nen Kon­se­quen­zen groß. Die Trau­er der Fami­lie über den Ver­lust ihres Soh­nes und Bru­ders ist unend­lich und Hei­lung auch heu­te noch weit entfernt.

Nun ende­te ihre aktu­el­le Auf­ent­halts­er­laub­nis am 31. Janu­ar 2026. Die Aus­län­der­be­hör­de Dort­mund beab­sich­tigt, die Auf­ent­halts­er­laub­nis nicht zu verlängern.

Seit ihrem Ankom­men haben Sidy und Las­sa­na dar­über hin­aus in Dort­mund ein Zuhau­se gefun­den. Sie haben wert­vol­le Freund­schaf­ten geschlos­sen und vie­le wei­te­re Unterstützer*innen an ihrer Sei­te. Sie besu­chen Sprach­kur­se und enga­gie­ren sich ehren­amt­lich, etwa im Rah­men der Erin­ne­rungs­ar­beit an ihren Bru­der. Aktu­ell sind sie in eine Film­pro­duk­ti­on über Mou­ha­meds Leben invol­viert. Las­sa­na ist begeis­ter­ter BVB-Fan, Freun­de ermög­li­chen ihm den Besuch der Spie­le. Sidy betreut eine wöchent­li­che Näh­werk­statt und liebt das grü­ne Dort­mund. Die Stadt ist trotz – oder viel­leicht sogar wegen – ihrer schick­sal­haf­ten Geschich­te für die bei­den zum Lebens­mit­tel­punkt gewor­den und längst mehr als nur ein Aufenthaltsort.

Die bei­den wün­schen sich wie ihr Bru­der Mou­ha­med, hier in Wür­de zu leben und ihre Zukunft zu gestal­ten. Las­sa­na (26 Jah­re) und Sidy (39 Jah­re) beein­dru­cken mit ihren Deutsch­kennt­nis­sen, bei­de haben ver­schie­de­ne Arbeits­an­ge­bo­te erhal­ten, die nur der Zustim­mung der Aus­län­der­be­hör­de bedür­fen. Sidy ist Schnei­der und möch­te sei­ner Beru­fung hier wei­ter nachgehen.

Für die Beglei­tung des Pro­zes­ses, sowie die kon­ti­nu­ier­li­che Gedenk­ar­beit und poli­ti­sche Beglei­tung sind ihre Prä­senz und ihr Wir­ken als Ange­hö­ri­ge in Dort­mund essentiell.

Zur Peti­ti­on: hier entlang

Text: Welt­haus Dort­mund e.V.

Titel­bild: Paul Benson

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