Djelem, Djelem geht mit buntem Programm in die achte Runde

Vom 21. bis zum 29. August bie­tet das Fes­ti­val Ein­bli­cke in die Viel­sei­tig­keit der Roma-Kul­tur. Fil­me, Work­shops, Dis­kus­si­ons­run­den, Kon­zer­te und eine Tagung bie­ten Zuschauer:innen ganz unter­schied­li­che Ansät­ze sich mit dem Kul­tur­gut aber auch der Situa­ti­on der Roma-Comu­ni­ty zu befas­sen. DIe Grün­Bau gGmbH ist stolz auch in die­sem Jahr an drei Pro­gramm­punk­ten betei­ligt zu sein:

Aktiv&Fit: Die Sport- und Frei­zeit­an­ge­bo­te von Grün­Bau zum Ausprobieren
Frei­tag, 27.08.2021 14–17 Uhr – Dietrich-Keuning-Haus
Dem Bewe­gungs­drang von Kin­dern aus der Nord­stadt, ins­be­son­de­re Rom*nja einen Rah­men geben – Die­sen Auf­trag erfüllt die Grün­Bau gGmbH mit ver­schie­de­nen Sport und Frei­zeit­an­ge­bo­ten. Im Rah­men von Dje­lem, Dje­lem wird eine Aus­wahl der Mög­lich­kei­ten von pro­fes­sio­nel­len Trainer*innen erleb­bar gemacht. Kin­dern jeden Hin­ter­grunds kön­nen sich hier testen.

Con­tem­pora­ry Past
Sams­tag, 28.08.2021 18 Uhr – Kino im U
Der Doku­men­tar­film „Con­tem­pora­ry Past – Die Gegen­wart der Ver­gan­gen­heit“ (2020) beglei­tet eine Grup­pe jun­ger Men­schen aus Rumä­ni­en, Polen und Deutsch­land auf eine Fahrt zur Gedenk­stät­te Buchen­wald. In die­sem Bericht ent­fal­ten sich Per­spek­ti­ven euro­päi­scher Roma zur Zeit des zwei­ten Welt­krie­ges und heute.

Dis­kus­si­ons­run­de: Wer zeugt für die Zeug*innen?
Sams­tag 28.08.2021 19.30 Uhr – Kino im U
Die Ära der Zeitzeug*innen, die vom Natio­nal­so­zia­lis­mus berich­ten, neigt sich dem Ende zu. Im Rah­men der Dis­kus­si­ons­run­de spre­chen Petra Rosen­berg (ange­fragt), die lei­ten­de Vor­sit­zen­de des Lan­des­ver­ban­des Deut­scher Sin­ti und Roma Ber­lin-Bran­den­burg und Kamil Majchrzak, Fil­me­ma­cher über die Zeug*innenschaft der Zukunft. Bei­de sind Kin­der von Ver­folg­ten des Nazi­re­gimes und wer­den aus ihrer Erin­ne­rungs­ar­beit berichten.

Das gesam­te Pro­gramm kann dem Fly­er ent­nom­men werden.

Petar und Mirela räumen den Hafen auf

Gut 20 jun­ge Men­schen mit gerin­gen Chan­cen auf dem regu­lä­ren Arbeits­markt arbei­ten im Pro­jekt Job­win­ner zusam­men und sor­gen für ein sau­be­res Stadt­ge­biet. Für sie selbst liegt dar­in eine Chance.

Zwei­mal in der Woche gehen Petar und Mire­la gemein­sam mit ihren Kolleg:innen zum Dort­mun­der Hafen und besei­ti­gen den Müll, der sich dort vor Allem in den Som­mer­mo­na­ten ver­mehrt ansam­melt. „Ich möch­te nicht, dass die Men­schen den­ken, dass die Aus­län­der immer nur Müll machen! Wir räu­men hier auf!“ sagt Mire­la Nico­lae, die das Pro­blem der Ver­mül­lung des Hafens kennt. Sie, Petar und 20 wei­te­re jun­ge Men­schen ver­schie­de­ner Her­kunft arbei­ten im Pro­jekt Job­win­ner Dort­mund der Fir­ma Grün­Bau gGmbH als gering­fü­gig Ange­stell­te und  rei­ni­gen neben dem Hafen – und Kanal­be­reich auch wei­te­re Grün­flä­chen im Dort­mun­der (Innen-)Stadtgebiet. Die Her­kunft, das sozia­le Umfeld und wei­te­re Aspek­te der Benach­tei­li­gung spie­len bei Job­win­ner Dort­mund kei­ne Rol­le – es zählt die Bereit­schaft zu arbei­ten und zum Leben dazu zu lernen.

Für Petar lie­gen die Vor­tei­le von Job­win­ner auf der Hand: „Es ist eine gute Chan­ce für den Ein­tritt in den Arbeits­markt. Außer­dem arbei­te ich ger­ne an der fri­schen Luft.“ Er möch­te dazu bei­tra­gen, die Umwelt sau­ber zu hal­ten und für einen ange­neh­me­ren Som­mer am Hafen zu sor­gen. Gemein­sam mit ihrem Vor­ar­bei­ter Ionut Marin besei­ti­gen die jun­gen Men­schen gro­ße Men­gen an Müll, wel­che nach gesel­li­gen Som­mer­aben­den hin­ter­las­sen wer­den. „Die jun­gen Men­schen arbei­ten bei uns und haben hier Ansprechpartner:innen, die gemein­sam mit ihnen an einer bes­se­ren Zukunft arbei­ten“ sagt Ionut Marin. Er ist selbst Roma und beglei­tet die jun­gen Men­schen bereits seit 2,5 Jah­ren bei ihrer Arbeit in dem Projekt.

Job­win­ner Dort­mund möch­te den Men­schen, die von der Regel­ge­sell­schaft häu­fig aus­ge­schlos­sen wer­den, einen Zugang zum deut­schen Arbeits­markt eröff­nen, Kom­pe­ten­zen för­dern und durch sozi­al­päd­ago­gi­sche Beglei­tung die mul­ti­plen Pro­blem­la­gen der Teil­neh­men­den ange­hen. Um einer bes­se­ren Zukunft ent­ge­gen­zu­bli­cken, enga­gie­ren sich die jun­gen Men­schen und tra­gen zu einem schö­ne­ren Dort­mun­der Stadt­bild bei.

JOBWINNER will die ehe­mals oft chan­cen­lo­sen und sozi­al und beruf­lich teil­wei­se abge­häng­ten jun­gen Men­schen (wie­der) an die Stadt­ge­sell­schaft ando­cken und ihnen in unse­rer Stadt schritt­wei­se selb­stän­di­ge Lebens­per­spek­ti­ven und viel­fäl­ti­ge sozia­le Teil­ha­be­mög­lich­kei­ten eröff­nen. Ergän­zend soll durch JOBWINNER DORTMUND dabei auch dem in Dort­mund zuneh­men­den Fach­kräf­te­man­gel ent­ge­gen­ge­tre­ten wer­den. Die hier auf­wach­sen­den jun­gen Men­schen egal wel­cher Her­kunft sind Dort­munds Zukunft und keine/r von ihnen darf ver­lo­ren gehen.